MDR Beitragsreihe Betreuungsrecht im Mai 2026
Der MDR Sachsen-Anhalt zeigt am 11., 12., 13. und 15. Mai in der Sendung MDR Sachsen-Anhalt Heute Beiträge zum Theme Betreuungsrecht. Hier sind die Beiträge verlinkt:
11.05.2026 - Wie gesetzliche Betreuer zurück ins Leben helfen können mit dem Betreuungsverein Merseburg e.V.
12.05.2026 - Betreuungsvereine suchen Verstärkung mit dem Verein für Betreuung und Selbstbestimmung e.V. Quedlinburg
13.05.2026 - Robby Reinhardt hilft Menschen als ehrenamtlicher Betreuer mit dem Stammtisch des Betreuungsverein Merseburg e.V.
15.05.2026 - Service - Beratungen zu Vorsorgevollmacht und mehr mit dem Betreuungsverein Merseburg e.V. in der Geschäftsstelle Zeitz
Wir aktualisieren diese Seite mit den Links, sobald sie in der Mediathek zur Verfügung stehen. Und natürlich freuen wir uns, wenn Sie unsere Arbeit teilen!
Dachverband | 12.05.2026
Weitere Neuigkeiten
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Der neue Newsletter „Sozialhilfe - Rechte und Pflichten bei der Anspruchsdurchsetzung“ zeigt praxisnah, wie BetreuerInnen sozialrechtliche Spielräume nutzen und unnötige Bürokratie reduzieren können. Es erläutert kompakt die wichtigsten Regelungen zu Beratung, Antragstellung, Handlungsfähigkeit und Mitwirkung – einschließlich der Grenzen durch besondere Formvorschriften und Fristen etwa beim Arbeitslosengeld oder der Hilfe zur Pflege. Das Merkblatt richtet sich an Betreuungsvereine, ehrenamtliche BetreuerInnen, BerufsbetreuerInnen und Bevollmächtigte und steht hier als Download zur Verfügung.
Presseinformation
20. Fachtagung der LAG Betreuungsvereine Sachsen-Anhalt e.V.
Vom 19. bis 21. November 2025 versammelten sich Fachleute, ehrenamtlich Engagierte und politisch Verantwortliche in Wernigerode zur 20. Fachtagung der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Betreuungsvereine Sachsen-Anhalt e.V.. Im Mittelpunkt standen die wichtigsten gesellschaftlichen und rechtlichen Fragen rund um das Betreuungsrecht, das zwar das Rückgrat für viele Betroffene bildet, jedoch weiterhin zu wenig öffentliche Wahrnehmung erfährt.
Betreuungsrecht: Engagement sichtbar machen
Die LAG als Landes-Dachverband setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für ehrenamtliche wie berufliche Betreuer und Betreuungsvereine dauerhaft zu verbessern. Als unverzichtbarer Teil der sozialen Infrastruktur ermöglichen Betreuungsvereine einen selbstbestimmten Alltag für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Themen wie die praktische Umsetzung der Betreuungsrechtsreform, die Sicherung von Qualität in der Betreuung und innovative Impulse – etwa der Einsatz von KI in Behörden – prägten die Tagung und machten den Bedarf an kontinuierlichem Austausch und einheitlichen Standards deutlich.
Impulse für Gesellschaft und Politik
Aktuelle Fachthemen reichten von rechtlichen Neuerungen und der Rolle des persönlichen Willens im Verfahren bis zu Praxisworkshops zu Personalentwicklung, Ehrenamt, Vermögenssorge und gesellschaftlicher Teilhabe. Die LAG arbeitet fortlaufend eng mit Ministerien, Justiz und Sozialpartnern zusammen, um den Herausforderungen stetig komplexerer Betreuungslandschaften wirkungsvoll zu begegnen. Der Bedarf an qualifizierter Beratung und Begleitung wächst kontinuierlich – ebenso die Notwendigkeit, ehrenamtliches Engagement zu fördern und abzusichern.
Gesellschaftlicher Appell
Gerade angesichts des gesellschaftlichen Wandels sind rechtliche Betreuung und Betreuungsvereine ein Thema, das weit mehr öffentliche Diskussion und Medienaufmerksamkeit verdient. Die LAG fordert eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung, bessere Ressourcenausstattung und eine nachhaltige Sicherung der Vereinslandschaft. Sie lädt Medien und Multiplikatoren dazu ein, diese wichtige Arbeit in den Fokus zu rücken und mit eigenen Beiträgen zur Aufklärung beizutragen.
Für Hintergrundgespräche, Interviews und weiterführende Informationen steht die LAG Betreuungsvereine Sachsen-Anhalt e.V. jederzeit zur Verfügung.
Immer weniger Betreuungsvereine arbeiten in Deutschland.
2014 gab es noch 838 anerkannte Vereine, 2024 sind es nur noch 737 – ein Minus von rund 12 Prozent.
Der Fachbericht „Entwicklung der anerkannten Betreuungsvereine in Deutschland“ beschreibt die Entwicklung von 2005 bis 2024, erklärt die wichtigsten Gründe für den Rückgang und zeigt drei mögliche Wege für die Jahre 2025 und 2026. Konkreten Zahlen für 2025 und 2026 liegen noch nicht vor, allerdings verzeichnen alle Bundesländer Schließungen und Insolvenzen.
Im Mittelpunkt stehen Fragen der Finanzierung, steigende Kosten (zum Beispiel Energie, Personal, Digitalisierung) und der Mangel an Fachkräften.
Der Bericht richtet sich an Politik, Verwaltungen und Fachöffentlichkeit und macht konkrete Vorschläge, wie Betreuungsvereine in Zukunft besser abgesichert werden können.
Hier kann der Bericht heruntergeladen werden.
Lieber hören?
Hier unseren Podcast "Warum das System Rechtsliche Betreuung kollabiert" hören oder "Kollaps in der rechtlichen Betreuung"